Heute ist Weltkatzentag!

Foto: © aktion tier e.V.
In Deutschland sind Katzen die mit Abstand beliebtesten Haustiere. Sie begleiten ihre "Dosenöffner" über viele Jahre und sind in guten und auch schweren Zeiten an ihrer Seite.

Leider, und auch daran wollen wir heute denken, haben nicht alle Katzen das Glück eines erfüllten, tiergerechten Lebens. Die chronisch überfüllten Katzenstationen deutscher Tierheime und die alarmierend hohen Zahlen an Straßenkatzen sprechen da eine deutliche Sprache. Angeschafft, abgegeben, ausgesetzt - sind die traurigen Stationen vieler Tausend Katzenschicksale.

Straßenkatzen sind in der Regel ausgesetzte und dann verwilderte Haustiger sowie deren Nachkommen. Es gibt sie flächendeckend überall in Deutschland. aktion tier hat sich schon früh dieses Problemkomplexes „Straßenkatzen“ angenommen und bereits im Jahr 2002 das "Projekt Kitty" ins Leben gerufen, im Rahmen dessen jährlich bundesweit rund 4.000 Katzen kastriert werden. Darüber hinaus werden Tausende Tiere medizinisch versorgt und an festen Futterstellen betreut.

Da zur Vermehrung der Straßenkatzen-Populationen auch maßgeblich unkastrierte Hauskatzen mit Freigang beitragen, setzt sich aktion tier darüber hinaus für eine bundesweite Kastrationspflicht von privaten Freigängerkatzen ein. Die in Paderborn durch intensives Mitwirken von aktion tier erstmals in Deutschland eingeführte, behördlich vorgeschriebene Kastrationspflicht, das sogenannte Paderborner Modell, hat inzwischen Schule gemacht. Sie soll bislang in über 500 Städten und Gemeinden eingeführt worden sein.

Eine weitere effektive Maßnahme, um das Aussetzen von Hauskatzen zu erschweren, wäre die bundesweite Chip- und Registrierpflicht von Hauskatzen. Die hierdurch deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit, ein aufgefundenes Tier seinem Besitzer zuzuordnen, würde mit Sicherheit viele Menschen davon abhalten, sich ihrer Katze durch Aussetzen zu entledigen.

Wir wünschen allen Katzenfans einen schönen "Weltkatzentag"!

Hitze-Tipps für Haustiere

Foto:Sevenpixx. Lizenz: CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)
Es wird heiß heute in Deutschland. Hier ein paar kurze Tipps für eure Tiere, damit sie mit der Hitze bestmöglich zurecht kommen:
  • Impfungen oder Routineuntersuchungen beim Tierarzt verschiebt man besser um einige Tage, bis sich die Temperaturen normalisiert haben. Verantwortungsvolle Tierärzte haben mit Sicherheit Verständnis auch für kurzfristige Terminabsagen.
  • Hunde und Katzen liegen im Sommer gerne an kühleren Orten wie etwa im Keller, auf den Fliesen im Bad oder unter dem Baum im Garten. 
  • Frisches Trinkwasser in ausreichender Menge ist für alle Haustiere im Sommer besonders wichtig. 
  • Gehege von Kleintieren oder Vogelkäfige dürfen nie auf der Fensterbank oder an anderen besonnten Stellen stehen. 
  • Außengehege von Meerschweinchen und Kaninchen müssen immer ausreichend Schatten bieten.
  • Die kühle Zugluft von Ventilatoren oder Klimaanlagen tut unseren Haustieren nicht gut, sie kann zu Erkältungen und Augenentzündungen führen.
Und man kann es gar nicht oft genug sagen:

  • HUNDE DÜRFEN NICHT ALLEIN IM AUTO ZURÜCK GELASSEN WERDEN!
Tierfreunde, die zurückgelassene Hunde im Auto entdecken, können einen drohenden Hitzeschlag leicht erkennen. Hechelt das Tier hochfrequent und unruhig oder zeigt es Krämpfe, Erbrechen oder Durchfall, liegt es gar apathisch auf der Seite, ist die Situation bereits lebensbedrohlich. In einem solchen Fall sollte der Beobachter umgehend die Polizei informieren und das Auto öffnen lassen. Dem Tierbesitzer droht dann eine Strafe wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Als Erste Hilfe-Maßnahme wickelt man das Tier am besten in feuchte, kalte Tücher. Das Einflößen von Wasser darf erst später erfolgen. Auch mittels eines Gartenschlauchs kann gekühlt werden. Der nächste Weg sollte der zum Tierarzt sein, jedoch, wenn möglich, nur im klimatisierten Auto.

Wir wünschen euch und euren Tieren einen wunderbaren Sommertag! 🌞🍦🌻

Der Friedhof - stilles Grab für Eichhörnchen


Ausstieghilfe in einem Friedhofsbecken. Foto: © aktion tier Eichhörnchenhilfe
Wer schon mal einen Friedhof besucht hat, dem mag es aufgefallen sein: Um den Besuchern die Grabpflege zu erleichtern und Gießwasser bereitzustellen, stehen je nach Größe des Friedhofs bis zu 100 Wasserbecken auf dem Gelände. Diese sind unterschiedlich hoch gefüllt. Es bedienen sich jedoch nicht nur Menschen an dem Wasser. Es zieht auch die dort lebenden Tiere an, und die Wasserbecken werden für sie schnell zur Todesfalle.

Durstige Eichhörnchen, Vögel und andere Kleintiere rutschen am Rand schnell ab. Friedhofsbesucher berichteten, dass sie sogar schon eine ertrunkene Katze in einem Becken fanden. Die Tiere im Becken können sich an der glatten Wand nicht hochziehen und kämpfen in dem Wasser um ihr Leben – ein entsetzlicher Todeskampf, wenn nicht gerade ein Besucher helfend eingreifen kann. Wenn Muttertiere, deren Junge im Nest auf sie warten, ertrinken, stirbt der ganze Wurf mit ihnen.
Solltet ihr Wasserbecken auf Friedhöfen vorfinden, gefüllt oder auch nicht, packt als Ersthilfemaßnahme einen dicken Stock hinein. Er sollte möglichst oben aus dem Becken herausragen.
Falls eine Ausstieghilfe bereits vorhanden ist, belasst sie dort, sie kann Leben retten - auch, wenn kaum Wasser im Becken ist.

Außerdem könnt ihr Tonschalen aufstellen und mit Wasser füllen. Das hilft allen Tieren, z.B. auch Igeln, und vermeidet, dass durstige Tiere auf der Suche nach Wasser in die Becken klettern.
Die aktion tier Eichhörnchenhilfe engagiert sich seit Längerem dafür, etwas auf den Friedhöfen zu ändern. Den ganzen Bericht dazu, weitere Tipps und Hinweise lest ihr hier: https://www.aktiontier.org/themen/wildtiere/saeugetiere/eichhoernchen/der-friedhof-stilles-grab-fuer-eichhoernchen/



Hunde und Katzen rechtzeitig vor dem Urlaub an Transportboxen gewöhnen

Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Der Sommer naht und damit die Urlaubszeit. Nicht selten möchten Hunde- und Katzenbesitzer ihr geliebtes Haustier mit auf die Reise nehmen. Das geht meistens nur in einer Transportbox, an welche man das Tier am besten bereits einige Wochen vor Urlaubsbeginn langsam und mit viel Geduld gewöhnen sollte.

Polstert als erstes die zu Hause aufgestellte Box mit einem Kissen aus und legt eine Leckerei und das Lieblingsspielzeug hinein. Bei Boxen, deren Deckel entfernt werden kann, sollte man das Training zunächst nur mit dem Unterteil beginnen. Geht die Katze oder der Hund gerne und freiwillig in die neue Behausung, kann man den Deckel wieder aufsetzen. Die Tür der Box sollte am Anfang immer offen stehen, damit das Tier diese jederzeit verlassen kann. Hat sich Ihr Vierbeiner auch an diese Situation gut gewöhnt und liegt ruhig und entspannt in der Box, können Sie zunächst die Tür für wenige Sekunden schließen – die Dauer der geschlossenen Tür verlängern Sie nun nach und nach. Loben und Belohnen ist immer sehr wichtig, damit das Haustier die Transportbox positiv verknüpft und immer wieder gerne aufsucht.

Wer eine Flugreise plant, sollte das Training bei geschlossener Tür fortsetzen. Um den Lärm und das zu erwartende Geruckel im Flugzeug zu simulieren, kann man vorsichtig an der Box rütteln und zum Beispiel den Staubsauger im Hintergrund laufen lassen. Aber bitte alles immer erst sehr behutsam, damit die vorherigen Trainingserfolge nicht wieder zu Nichte gemacht werden.

Auch bei der Wahl der Transportbox gilt es, einiges zu berücksichtigen. Für Flugreisen beispielsweise sollte man sich unbedingt vor dem Kauf die Richtlinien der entsprechenden Fluggesellschaft ansehen, da diese von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich ausfallen können. Auch bei einer Reise mit dem Zug empfiehlt es sich, die Beförderungsbedingungen zu kennen. Für die Fahrt mit dem Auto ist man bei der Wahl der richtigen Box etwas freier, sollte aber unbedingt auf die richtige Größe achten.

Als Grundsatz gilt: Das Tier muss in der Box stehen, sich ungehindert umdrehen und bequem liegen können. Bitte denkt bei der Berechnung der Größe daran, dass die Box auch noch mit einer Decke oder einem Kissen ausgepolstert wird. Bei Hunden ist es am sinnvollsten, den Vierbeiner zum Kauf mitzunehmen und verschiedene Größen auszuprobieren.
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Mehr Tipps rund um Reise und Urlaub: https://www.aktiontier.org/themen/reise-und-urlaub/uebersicht/

Muss man Katzen die Ohren reinigen?

Foto: MarPockStudios. Lizenz: CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)

Nein. Von Hause aus muss man Katzen die Ohren nicht reinigen. Das liegt daran, dass sie gut belüftete Stehohren haben und keinen so langen Gehörgang. Diese anatomischen Voraussetzungen bieten Keimen und Parasiten eher kein gutes Milieu.
Wenn sich die Katze aber trotzdem eine Ohrinfektion eingefangen hat (was durchaus vorkommt), dann ist es mit einer Behandlung meist nicht getan, sondern dann muss über Wochen gereinigt werden.
Erkennen tut der Besitzer eine Infektion daran, dass er braune, stinkende, schmierige Beläge im Ohr sieht und/oder die Katze sich im Kopfbereich häufig mit den Pfoten kratzt und sie dadurch auch mal Wunden am Kopf hat. Meist handelt es sich dann um Milben, Bakterien oder Hefepilze. In diesem Fall solltet ihr immer den Rat eures Tierarztes einholen.
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Bei Hundeohren verhält es sich anders:https://www.aktiontier.org/presse/pressemitteilungen/artikel/datum/2016/09/hundeohren-brauchen-pflege/

Haben es Bio-Rinder eigentlich besser?

Foto: © Ursula Bauer
Viel Menschen kaufen Bioprodukte vom Rind, z.B. Biomilch oder Biofleisch. Ein Grund dafür kann sein, dass man sich bei Bioprodukten eine tierfreundlichere Haltung verspricht. Doch haben Bio-Rinder wirklich ein angenehmeres Leben?

Die Antwort lautet: JEIN.


Es gibt wichtige positive Aspekte im Vergleich zur konventionellen Rinderhaltung. So schreibt die geltende EU-Ökoverordnung beispielsweise vor, dass Kühen, Kälbern, Jung- und Mastvieh grundsätzlich Auslauf im Winter (im Laufstall oder im Freien) und Weidegang im Sommer gewährt werden muss. Außerdem ist für reichlich Tageslicht und eine natürliche Belüftung im Stall zu sorgen. Die einzelnen Abteilungen zur Tierhaltung (Buchten) dürfen nur zu maximal 50% mit Spaltenböden belegt sein. Den Bio-Rindern steht ungehinderter Zugang zu Fressplatz und Tränke sowie ein trockener, eingestreuter Liegebereich zu. Der Einsatz zugekaufter konventioneller Futtermittel ist untersagt. Des Weiteren müssen festgelegte Mindestgrößen für Stall- und Auslaufflächen eingehalten werden. Diese betragen beispielsweise für eine Milchkuh mindestens 6,0qm Stallfläche und mindestens 4,5qm Auslauffläche.

ABER: Es gibt auch in der Bio-Rinderhaltung zahlreiche Ausnahmen und Teilaspekte, die nachdenklich machen. So dürfen beispielsweise Mastrinder in Ökobetrieben während der Endmast bis zu maximal 3 Monaten ausschließlich im Stall gehalten werden. Des Weiteren dürfen gemäß Öko-Verordnung eigentlich seit Anfang 2014 keine Rinder mehr in Anbindung gehalten werden. Ausgenommen von diesem Verbot sind jedoch sehr kleine Bio-Betriebe, wenn die Tiere sowohl Sommerweidegang als auch zwei Mal pro Woche Winterauslauf haben. Auch ist in der ökologischen Rinderhaltung die künstliche Besamung gestattet. Zwar ist das routinemäßige Enthornen gemäß EU-Ökoverordnung verboten, kann jedoch zum Beispiel aus „Sicherheitsgründen“ von der zuständigen Behörde fallweise erlaubt werden und muss immer unter Betäubung durchgeführt werden. Derartige Ausnahmegenehmigungen zum Enthornen scheinen häufig erteilt zu werden, denn Experten behaupten, dass in fast der Hälfte der Bio-Milchkuh-Herden die Kühe enthornt werden. Lediglich in Betrieben, die dem Bioverband `Demeter` angeschlossen sind, sollen fast alle Kühe Hörner tragen.

Auch Bio- Milchkühe werden einer permanenten Schwangerschaft unterzogen, damit sie, wie alle anderen Milchkühe, an ca. 305 Tagen im Jahr gemolken werden können. Die Milchleistung von Biokühen ist mit durchschnittlich 6.000 Liter jährlich (also knapp 20 Liter täglich) nur wenig niedriger als die von „normalen“ Milchkühen. Was bedeutet, dass auch die körperlichen Belastungen und Gesundheitsrisiken mit denen konventionell gehaltener Milchkühe vergleichbar sind. Und natürlich werden auch in der Bio-Landwirtschaft Mutterkuh und Kalb kurze Zeit nach der Geburt getrennt.
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Mehr zum Thema Rinderhaltung und unserer Info-Kampagne "Rinder- Wahnsinn: Wie Kühe, Kälber und Mastrinder leiden" und was ihr selbst für Rinder tun könnt erfahrt ihr hier: https://www.aktiontier.org/kampagnen/rinder-wahnsinn/

Zierblumen: schön, doch oft giftig für Katzen

CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)

Tulpen, Narzissen und Lilien schmücken unsere Tische und Fensterbänke. Doch Vorsicht – für Zierblumen interessieren sich auch unsere Katzen, obwohl diese für sie oft giftig sind.

Katzen können von Natur aus nicht unterscheiden, was sie fressen dürfen und was nicht. Je nach Pflanzenart können schon kleine Mengen reichen, um eine Vergiftung auszulösen.

So genügt beispielsweise der bloße Blütenstaub von Lilien, um bei Katzen ein Nierenversagen hervorzurufen. Steht ein Strauß Lilien in der Wohnung, fällt bei jeder Bewegung ein bisschen Blütenstaub herunter. Landet der im Katzenfell und der Stubentiger putzt sich danach, ist es schon passiert.

Unser Tipp: Besser ihr sorgt dafür, dass für Katzen giftige Blumen und Pflanzen erst gar nicht in die Wohnung gelangen. Margeriten, Gänseblümchen oder Weidenkätzchen sind auch hübsch anzusehen und für Katzen ungefährlich.

Taurin - lebenswichtig für Katzen!


Foto: © Ursula Bauer

Bei der Eiweißversorgung von Katzen darf die lebensnotwendige Aminosäure Taurin nicht fehlen, die natürlicherweise vor allem in Mäusen vorkommt (pro
100 g Maus 240 mg Taurin).

Der Katzenorganismus kann Taurin nicht selbst herstellen und muss den Stoff daher mit der Nahrung aufnehmen. Die erforderliche Menge ist relativ hoch und soll gemäß unterschiedlicher Experten zwischen 250-500 mg täglich liegen.

Ein Mangel an Taurin soll unter anderem zu Herzerkrankungen
sowie Hirn- und Netzhautschäden führen. Körperliche Probleme durch Überdosierungen sind dagegen nicht bekannt.

Außer in Mäusen ist auch in anderen Fleischsorten Taurin enthalten – vor allem in Herz- und Muskelfleisch, allerdings bei weitem nicht so viel und auch nur im rohen Zustand. Das Fleisch in Dosenfutter ist jedoch immer gegart, daher wird
selbst hochwertigem Futter mit hohem Fleischanteil in der Regel Taurin zugesetzt. Auf den meisten Katzenfutter-Verpackungen steht Taurin als Zusatzstoff.

Wir empfehlen euch darauf zu achten, dass Taurin in dem von euch gefütterten Katzenfutter vorhanden ist. #tierliebegehtdurchdenmagen

Unsere aktuelle Aufklärungskampagne dreht sich rund um die Fütterung von Katzen und Hunden: https://www.aktiontier.org/kampagnen/tierliebe-geht-durch-den-magen/