Weihnachtssterne sind giftig für Tiere




Foto: © Ursula Bauer
Derzeit findet man ihn am Eingang eines jeden Supermarktes – den Weihnachtsstern. Vor einigen Jahren noch schlicht knallrot mit grünen Blättern, gibt es ihn heutzutage in den verschiedensten Farbvarianten und Größen, von rosé bis gelb, von mini bis riesig. Er ist schön anzuschauen und tendenziell eher pflegeleicht.

Doch Vorsicht! Auch Tiere finden neue Zimmerpflanzen spannend und in diesem Fall kann dies fatal ausgehen. Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und ist daher hochgiftig für Tiere. Das gilt nicht nur für Hund und Katze, auch Vögeln bekommt die attraktive Pflanze alles andere als gut. Neugierig benagen unsere tierischen Freunde den frisch erworbenen Einrichtungsgegenstand, nicht ahnend, welche Konsequenzen dies für ihre Gesundheit haben kann.

Zu den klassischen Vergiftungserscheinungen bei Tieren durch Weihnachtssterne gehören Erbrechen, Zittern, Speicheln und Muskelkrämpfe. Später können sich Durchfall und Nierenversagen hinzugesellen. Daher muss schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden, sobald die Giftaufnahme bemerkt wurde. Zwei Stunden hat man Zeit um ein Mittel zu spritzen, damit das Tier sich erbrechen muss. Danach bleibt nur die symptomatische Behandlung.

Besser es kommt erst gar nicht so weit. Vorweihnachtliche Stimmung lässt sich auch ohne Weihnachtsstern erzeugen. Und wenn es denn unbedingt einer sein soll, so sollte er außer Reichweite eurer Tiere platziert werden!

Erstes Krematorium für Pferde in Deutschland eröffnet



Foto: © aktion tier e.V.
Bislang war es in der Bundesrepublik verboten, Pferde einäschern zu lassen. Dem Pferdefreund blieb nichts anderes übrig, als seinen geliebten Vierbeiner nach dessen Tod in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt zu entsorgen.

Eine Vorstellung, die viele Pferdeliebhaber mit Grauen erfüllte. Erlangt doch auch das Pferd – genau wie Hund und Katze – nach Jahren des Zusammenlebens den Status eines Familienmitgliedes. Nur zu verständlich, dass Pferdebesitzer den Wunsch hegen, dass mit dem Körper des verstorbenen Tieres pietätvoll umgegangen wird.

Hunde und Katzen dürfen hierzulande schließlich schon seit Jahren kremiert werden. Das Gesetz, dass das Einäschern von Ponys und Pferden bisher verboten hat, wurde im Frühjahr dieses Jahres geändert. Kurz darauf begann ein Ehepaar in Schwäbisch Hall mit dem Bau des ersten Krematoriums für Pferde. Der Bedarf dafür ist mit ziemlicher Sicherheit da. Schätzungen zufolge wurden jedes Jahr mehrere hundert tote Pferde in die Niederlande oder die Schweiz verbracht, um sie dort kremieren zu lassen. In diesen Ländern ist die Einäscherung von Pferdekörpern schon länger legal.
Günstig ist diese Art des Abschieds allerdings nicht. Je nach Gewicht des Pferdekörpers fallen Kosten im Rahmen von 2000 bis 3500 Euro für die Verbrennung an. Sie dauert mehrere Stunden. Das Krematorium bietet darüber hinaus an, die Tiere abzuholen. Nach der Einäscherung darf der Besitzer die Asche seines Vierbeiners sogar in einer Urne mit nach Hause nehmen. Bei einer menschlichen Kremierung ist das nicht erlaubt. Mit der Asche des Pferdes kann er dann machen, was er möchte. Auf der Koppel verstreuen, ins häusliche Regal stellen oder unter einem Baum vergraben. Ganz wie es seinen Vorstellungen vom Abschied seines geliebten Freundes entspricht.

Ausstiegshilfen für Tiere in Friedhofs- Wasserbecken angebracht

Fotos: © aktion tier e.V./Bauer

© aktion tier e.V./Bauer
Da im Rahmen der Grabpflege vor allem im Sommer viel gegossen werden muss, gibt es auf jedem Friedhof meist mehrere Wasserentnahmestellen. Alle Anlagen, wo Wasser in Becken steht, sind für Tiere potentiell gefährlich. Beispielweise Steinbecken mit oder ohne Wasserhahn, in denen sich Leitungs- oder Regenwasser sammelt. Sind die Wände hoch und glatt, gibt es kein Entkommen: Durstige Vögel, Eichhörnchen, Mäuse und Insekten, die hineingefallen sind, kommen nicht mehr heraus und ertrinken. Die Zahl der Opfer kann niemand genau beziffern, aber Friedhofsmitarbeiter und Besucher berichten, dass regelmäßig tote Tiere in den Becken im Wasser treiben.

Tanya Lenn von der aktion tier- Eichhörnchenhilfe kümmert ich seit Langem um diese Gefahrenquellen. Gestern hat sie eine aktion tier-Mitarbeiterin zum Friedhof Baumschulenweg in Berlin begleitet.

Schnell entdeckte Frau Lenn zwei alte Steinbecken, in denen das Wasser stand. In jedes wurde ein mitgebrachter dicker Ast gelegt, an dem die Tiere herausklettern können.

Die Rinde der Äste sollte möglichst rau sein, an glatten Oberflächen besteht die Gefahr des Abrutschens. Diese simple Ausstiegshilfe wird in Zukunft vielen Tieren das Leben retten. Um die Friedhofsbesucher über den Zweck der Äste zu informieren, hat Frau Lenn außerdem entsprechende Hinweisschilder angebracht.